Aus welchen Materialien werden Handys hergestellt?

Kunststoff

Die meisten Mobiltelefone haben ein Gehäuse (der dauerhafte Bereich, der den größten Teil der Außenseite des Telefons ausmacht, der den Bildschirm und die Tasten umgibt und eine Schutzschicht bildet) aus Kunststoff. Obwohl es in der Natur nicht vorkommt, wird Kunststoff aus Erdöl gewonnen. Hersteller destillieren das als "Schweröl" bekannte Öl und behandeln es mit Wärme, um harten Kunststoff zu erzeugen. Handytastaturen, Scharniere und Zubehör (wie Adapter, Kopfhörer und Dekorfolien) enthalten häufig auch Kunststoff. Die Arten von Kunststoffen, die als Polycarbonate und Acrinolitrin-Butadien-Styrol (oder eine Kombination aus beiden) bekannt sind, machen üblicherweise die meisten Handys aus. Flammhemmende Witze bedecken häufig diese Plastikabdeckungen.

Flüssigkristall

Flüssigkristallanzeigen, sogenannte LCDs (Liquid Crystal Displays), sind Flachbildschirme, die weniger Energie verbrauchen. Die meisten Handys verwenden diesen Bildschirmtyp als Hauptbildschirmeinheit. Die kleinen Glasschichten mit dazwischen angeordneten Flüssigkristallen bilden die LCD-Bildschirme, die durch elektronisches Laden beleuchtet werden. Flüssigkristalline Substanzen auf LCD-Bildschirmen können geringe Mengen eines toxischen Elements enthalten: Quecksilber.

Batterien und Stromquellen

Verschiedene Batterietypen versorgen Mobiltelefone mit Strom. Die gängigen Lithium-Ionen-Zellenbatterien Ni-MH t NiCd enthalten Elemente wie Nickel, Lithium, Kobalt, Cadmium, Zink und Kupfer. Ladegeräte, die in die im Lieferumfang der meisten Mobiltelefone enthaltene Wandsteckdose eingesteckt sind, enthalten Kupferdrähte oder geringe Mengen an Gold und Cadmium in Kunststoffgehäusen.

Andere Materialien

Fiberglas oder Epoxidharz bilden die Basis der meisten Tastaturschaltungen für Mobiltelefone, das elektronische "Gehirn", das das Gerät mit Strom versorgt. Kupferelemente betonen häufig die Platinenschaltungen und wirken als Transistoren. Nach Angaben der Earthsorks-Organisation enthalten Mobiltelefone üblicherweise Substanzen wie Blei, Quecksilber, Beryllium, Arsen, Flammschutzmittel, Nickel, Palladium, Silber, Tantal, Cadmium und Antimon. Obwohl sie im täglichen Gebrauch nicht schädlich sind, können einige dieser Materialien bei der Verbrennung giftig sein. Diese Tatsache (zusammen mit der massiven Nutzung von Mobiltelefonen) schafft gute Gründe für Benutzer, ihre Telefone zu recyceln, anstatt sie zu verwerfen.

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